APD

Adventistischer Pressedienst
  1. Am heutigen Weltkindertag (20.09.) startet die adventistische Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. die diesjährige „Aktion Kinder helfen Kindern“.Pakete werden in ganz Deutschland gesammelt und zur Weihnachtszeit an bedürftige Kinder in Ost- und Südeuropa ausgeliefert.

    Paketaktion für bedürftige Kinder
    Bereits seit über 20 Jahren packen in ganz Deutschland Kinder, Eltern und Großeltern Weihnachtspakete für Kinder armer Familien in Ost- und Südosteuropa. In den Paketen finden sich Spiel- und Malzeug, Kleidung, Schulhefte und oft auch eine persönliche Nachricht. Mit der „Aktion Kinder helfen Kindern“ will ADRA erreichen, dass die Kinder in Deutschland Mitgefühl für Gleichaltrige in anderen Teilen der Welt entwickeln. Gleichzeitig werde einkommensschwachen Kindern, z.B. in Serbien, geholfen, so eine Pressemeldung von ADRA. „Seit dem Jahr 2000 konnten wir 678.026 Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, so ADRA-Öffentlichkeitsreferent Matthias Münz.

    Weltkindertag International
    Der Weltkindertag wird in über 145 Staaten der Welt beachtet, um auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder aufmerksam zu machen. Ziel des Tages ist, auf Themen wie Kinderschutz, Kinderpolitik und vor allem die Beachtung von Kinderrechten in Bewusstsein zu rücken. International gibt es kein einheitliches Datum. In über 40 Staaten, wie in China und in vielen mittel- und osteuropäischen Ländern sowie Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird am 1. Juni der Internationale Kindertag begangen. In anderen Ländern sind es andere verschiedene Daten. In Deutschland und Österreich wird am 20. September der Weltkindertag ausgerichtet, aber auch der 1. Juni als Internationaler Kindertag gefeiert.

    „Aktion Kinder helfen Kindern“
    Unter dem Motto: „Teilen macht glücklich“ sind Kinder eingeladen, gemeinsam mit ihren Eltern ein Paket zu packen und dabei zu erleben, dass Schenken Freude bereitet und Teilen beide glücklich macht: Geber*in und Empfänger*in. Jedes Jahr in der Weihnachtszeit können Kinder sich an der Paket-Aktion von ADRA beteiligen und Kindern in Osteuropa Freude schenken. Und das geschieht sowohl im Elternhaus als auch in Schulen und Kindergärten.

    Jedes Paket soll eine Botschaft an die Kinder sein: „Wir denken an euch. Wir wollen euch eine Freude machen. Wir meinen es gut und darum füllen wir unser Paket mit guten Sachen und schönen Geschenken. Für uns ist es ein Anstoß, die Not in anderen Teilen unserer Welt wahrzunehmen, teilen zu lernen, Verantwortung im Handeln zu übernehmen. Das ist uns sehr wichtig.“

    Kinder-Projekte und Bildungsarbeit
    „Dank der Paket-Aktion können auch Kinderprojekte durchgeführt werden. Aus einem Paket kann eine langfristige Hilfe für Kinder und Familien werden“, so Münz.  Schließlich hätte ADRA Deutschland e. V. auch den Bereich „Bildungsarbeit“ eingerichtet. Denn helfen könne jeder – das fange schon damit an, überhaupt über andere Menschen nachzudenken und ihre Lebenssituation verstehen zu wollen.

    Alle Informationen zur Aktion unter: https://kinder-helfen-kindern.org/

  2. Zwei adventistische Einrichtungen, der Deutsche Verein für Gesundheitspflege e. V. (DVG) und das Gesundheitsnetzwerk Waldfriede (Berlin) wollen künftig zusammenarbeiten.  Dies kündigten Sara Salazar Winter, Geschäftsführende Vorsitzende des DVG, Bernd Quoß, Vorstand des Krankenhauses Waldfriede und Werner Dullinger, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Süddeutschland, in einem Interview in der Oktoberausgabe der Kirchenzeitschrift Adventisten heute an, die in Kürze erscheinen wird.Die Kooperation soll am 1. Januar 2022 starten.

    Laut Werner Dullinger sei die Idee einer engeren Zusammenarbeit zwischen dem DVG und dem Netzwerk Waldfriede im Vorstand der Freikirche in Deutschland entstanden. Leitlinien einer künftigen Zusammenarbeit wurden in Workshops entwickelt und von den Vereinsmitgliedern und dem Aufsichtsrat entschieden.

    „Auch wenn der DVG und das Krankenhaus Waldfriede ihre Schwerpunkte in unterschiedlichen Sektoren des Gesundheitswesens haben (präventiv / kurativ), so teilt man doch die gemeinsame Philosophie eines ganzheitlichen Menschbildes und kann auf Fach- und Forschungsebene voneinander profitieren“, so Dullinger.

    Neue medizinische Erkenntnisse weitergeben

    Als größte Gesundheitseinrichtung der Adventisten in Europa habe sich das Krankenhaus Waldfriede vor allem in den letzten sieben Jahren auf einem hohen medizinischen Niveau weiterentwickelt, sagte Bernd Quoß. Beispielsweise nehme die Ernährungsphysiologie im Rahmen der Onkologie des Krankenhauses eine wesentliche Rolle ein, daher liege der Schwerpunkt schon seit Jahren auf dem Gebiet des Ernährungsscreenings sowie eines medizinischen Ernährungsmanagements. „Das heißt, dass die Ernährungstherapie für uns integraler Bestandteil der medizinischen Versorgung und Genesung von Patienten ist“, so Quoß. Nach seinen Worten wolle das Netzwerk Waldfriede diese Erkenntnisse gern in Zusammenarbeit mit dem DVG zum Wohl der Menschen, Patienten und Gemeindeglieder weitergeben. Die Vorteile einer Zusammenarbeit lägen in der kooperativen Arbeitsteilung und der Vernetzung. Das Netzwerk Waldfriede werde vorwiegend das medizinische Wissen zur Verfügung stellen, während der DVG dieses Wissen in Schulungs- und Kursmaßnahmen vermitteln werde.

    Weitere gemeinsame Projekte geplant

    Auch Sara Salazar Winter blickt optimistisch auf die Kooperation. „Wir haben die Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung gestartet und werden ab dem kommenden Jahr eine hochqualitative Ausbildung auf dem Gebiet Gesundheit und Prävention anbieten können.“ Eine weitere Kooperation werde ein jährlicher Gesundheitstag sein, der zur Fortbildung und als Begegnungstag für DVG-Ortsgruppen, Gesundheitsberatern sowie Personen in Gesundheitsberufen dienen solle. Gemeinsam werde entschieden, ob eine stärkere Zusammenarbeit auch in anderen Bereichen möglich sei. Laut Winter werde das Bildungsangebot des DVG mit einer Trainer-/Trainerin-Ausbildung und einem Online-Kurskonzept erweitert.

    Deutscher Verein für Gesundheitspflege e. V.

    Seit 1899 fördert der DVG die Gesundheit auf Basis eines ganzheitlichen Menschenbildes in den Bereichen körperliche Gesundheit, geistig-seelische Gesundheit, soziale Beziehungen und spirituelles Leben. Er wird von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland getragen. Weitere Informationen gibt es unter www.dvg-online.de.

    Gesundheitsnetzwerk Waldfriede

    Das Gesundheitsnetzwerk Waldfriede (Berlin) besteht aus dem gleichnamigen Krankenhaus, das 1920 gegründet wurde, einer Tagesklinik, einer Sozialstation, einer Akademie, der Servicegesellschaft und dem Seniorenhaus Waldfriede, dem Gesundheitszentrum und dem Schwimmbad PrimaVita, der Privatklinik Nikolassee und dem Desert Flower Center Waldfriede.

    Nähere Informationen unter www.krankenhaus-waldfriede.de/ueber-uns/gesundheitsnetzwerk-waldfriede.

  3. Über 300 adventistische Kirchengemeinden in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia und Umgebung organisierten am 28. August 2021 verschiedene Aktivitäten, um die Öffentlichkeit für das Thema häusliche Gewalt zu sensibilisieren. Auch adventistische Schulen aus der Region und darüber hinaus nahmen an den ganztägigen Aktivitäten teil. Das berichten die News-Website der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in Südamerika und die der nordamerikanische Mediendienst Adventist Review.

    Dieser Aktionstag wird jährlich in acht südamerikanischen Ländern, darunter Brasilien, organisiert. Die Kampagne fördert auch Diskussionsforen, Bildungsmessen, einmalige Veranstaltungen und Anti-Gewalt-Programme während des ganzen Jahres. Auch wenn die Kampagne jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt hat, soll sie stets darauf aufmerksam machen, dass Frauen, Kinder und ältere Menschen respektiert und geschätzt werden sollen.

    Anny Gill, Leiterin der Abteilung Frauen der Adventisten in Zentralbrasilien, teilte mit, dass mehrere Initiativen geplant sind, darunter Diskussionsforen, Elternschulen und Veranstaltungen zur Aufklärung gegen Gewalt. „In dieser Zeit müssen wir mehr denn je Menschen unterstützen, die unter Gewalt und Missbrauch leiden“, sagte Gill.

    „Das Schweigen brechen“

    Zur von der adventistischen Kirche getragene Kampagne, die weltweit unter dem Namen „Breaking the Silence“ (das Schweigen brechen) bekannt ist, gehören auch Vorträge von Fachleuten sowie Vorträge an Schulen und in Vereinen. „Wir ermutigen die Menschen, mit Seelsorgern zu sprechen. Wir geben Zeugnisse von Menschen weiter, die eine ähnliche Situation durchgemacht haben und denen geholfen wurde“, so Gill. Betroffene werden ermutigt, Missbrauch zu melden. Dabei werden sie von Mitarbeiterinnen der Kampagne unterstützt.

    Die Kampagne nutzt ebenfalls Zeitschriften, gedrucktes Material und soziale Netzwerke, um die Gewaltprävention in Familien zu fördern. Gill betonte, dass das Hauptziel des Projekts darin besteht, den Betroffenen zu helfen, über Gewalt zu sprechen und sie zu überwinden. „Wir wissen, dass Betroffene, wenn sie ihre Stimme erheben und protestieren, die Angreifer bremsen. Wenn die Betroffenen aufhören zu schweigen, ist es leichter, den Missbrauch zu beenden.“

    Adventisten in Südamerika

    Das Gebiet der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten in Südamerika (Südamerikanische Division, SAD) umfasst die Länder Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, die Falklandinseln, Paraguay, Peru und Uruguay. In dieser Region mit ca. 345 Millionen Einwohnern leben 2,5 Millionen Adventisten, die sich samstags in über 14.000 örtlichen Kirchengemeinden versammeln.

  4. Seit 10. August ist die AWO Rheinland entlang der Ahr mit mobilen Sozialberatungsteams unterwegs. Betroffene der Hochwasserkatastrophe haben die Möglichkeit, sich direkt vor Ort von geschultem Personal beraten zu lassen und anschließend einen Antrag auf Soforthilfe zu stellen. Die Hilfsorganisation ADRA Deutschland beteiligt sich mit zwei Millionen Euro an der Soforthilfe.

    Die Jahrhundertflut in Westdeutschland hat milliardenschwere Sachschäden angerichtet und über 180 Menschenleben gekostet. Die vom Hochwasser hart getroffenen Menschen in den Flutgebieten arbeiten unermüdlich am Wiederaufbau. AWO und ADRA unterstützen jetzt gemeinsam die Betroffenen.

    Der „AWO-Bus“ als rollendes Antragsbüro

    Dabei dient der als rollendes Antragsbüro. Entlang der Ahr fährt der Bus von Montag bis Freitag von Ort zu Ort und besucht die Betroffenen, die Unterstützungsanträge stellen wollen. Die Anträge werden vor Ort ausgefüllt und anschließend durch ein AWO-Team bearbeitet. Die Soforthilfe beträgt bis zu 2.500 Euro, abhängig von der Anzahl der Familienmitglieder.

    „Die Menschen haben in der Flut alles verloren, davon erzählen sie uns bei der Antragsstellung. Wir alle sind von ihrem Schicksal berührt und können glücklicherweise auch psychosoziale Betreuung vermitteln. Die Soforthilfen sind Mutmacher und unterstützen die Betroffenen in den ersten Schritten des Wiederaufbaus“, sagt Andreas Zels, Geschäftsführer des AWO Bezirksverbands Rheinland e.V.

    „Es ist eine schnelle, unbürokratische Hilfe, die wir den Menschen zukommen lassen. Wir wollen direkt helfen und führen deshalb auch keine Bedürftigkeitsprüfung durch. Die Menschen im Katastrophengebiet sollen merken, dass wir sie nicht allein lassen“, so Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland e.V.

    Die Termine und Stationen des AWO-Mobils sind unter https://awo-rheinland.de/hochwasserhilfe/ zu finden.

    AWO

    Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) wurde 1919 gegründet und hat ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung. Sie gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Sie besteht aus vielen eigenständigen AWO-Gliederungen, die im AWO Bundesverband zusammengeschlossen sind. Zu ihnen gehört auch der AWO Bezirksverband Rheinland e. V. mit Sitz in Koblenz. Die AWO ist mit rund 230.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Sie betreut hauptsächlich Menschen mit Behinderungen und Senioren und unterhält Kindergärten, offene Ganztagsschulen, psychiatrische und forensische Kliniken, Einrichtungen für Ferienfreizeiten sowie Beratungsstellen für Migranten, Asylbewerber und Menschen in Notlagen.

    ADRA Deutschland e. V.

    Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation. ADRA Deutschland e.V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. ADRA Deutschland ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros und Gründungsmitglied der Aktion Deutschland Hilft, einem Bündnis von Hilfsorganisationen für Katastrophenhilfe, zu dem auch die AWO gehört. Weitere Informationen zu ADRA Deutschland: www.adra.de.

  5. Die Corona-Pandemie hatte im vergangenen Jahr massive Auswirkungen auf die weltweite Bibelverbreitung. Das geht aus dem Bericht des Weltverbands der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) für 2020 hervor. So konnten im vergangenen Jahr lediglich 30 Millionen vollständige Bibeln und damit ein Viertel weniger als noch im Jahr zuvor verbreitet werden.

    „Die Coronazeit hat die Arbeit vieler Bibelgesellschaften stark eingeschränkt“, teilte Horst Scheurenbrand, Leiter der „Weltbibelhilfe“ der Deutschen Bibelgesellschaft, mit. „Zahlreiche Projekte konnten nicht realisiert werden, Veranstaltungen mussten wegen Kontaktverboten ausfallen, Produktions- und Lieferketten waren zeitweise eingeschränkt.“

    Rückgang bei gedruckten Bibeln

    Die Zahl der verbreiteten Vollbibel-Ausgaben ist laut dem „Scripture Distribution Report“ im Jahr 2020 auf 30 Millionen Exemplare gesunken, ein Rückgang von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch stärker war der Einbruch bei den Teil-Ausgaben: Nur 5 Millionen Neue Testamente (gegenüber 15 Millionen in 2019) und 155 Millionen Auswahlschriften (statt 261 Millionen in 2019) konnten im Pandemie-Jahr verbreitet werden. Insgesamt wurden 2020 damit 191 Millionen biblische Schriften verbreitet – rund 125.000 weniger als 2019.

    Anstieg bei digitalen Bibeln

    Von wachsender Bedeutung waren im Pandemie-Jahr die digitalen Bibelausgaben. 38 Prozent und damit mehr als jede dritte Vollbibel wurde 2020 aus dem Internet heruntergeladen. Die Zahl der Bibeln für Computer, Tablet und Smartphone hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Die häufigsten Downloads gab es in Brasilien gefolgt von den USA, Mexiko, Kolumbien und den Philippinen.

    Bibelgesellschaften in Not

    „Die weltweiten Verbreitungszahlen spiegeln die akute Krisensituation vieler Bibelgesellschaften in der Pandemie wider“, so Scheurenbrand. Von den aktuell 160 Bibelgesellschaften waren zwischenzeitlich 88 von einer Schließung bedroht.“ Nur ein internationaler „Solidarity Fund“ in Höhe von 4,1 Millionen US-Dollar (3,5 Millionen Euro), habe ihr Bestehen sichern können, auch mithilfe von 100.000 Euro Spenden aus Deutschland.

    Zahlen des Weltverbands der Bibelgesellschaften

    Der jährlich erscheinende „Scripture Distribution Report“ berücksichtigt ausschließlich die Zahlen von Verlagen und Organisationen, die dem Weltverband angehören. Der Weltverband der Bibelgesellschaften ist der internationale Zusammenschluss von 160 nationalen Bibelgesellschaften, zu denen auch die Deutsche Bibelgesellschaft gehört. Die Bibelgesellschaften sind in 184 Ländern aktiv. In Deutschland sammelt die „Weltbibelhilfe“ Spenden für diese internationale Arbeit.